2015, heiß wars

Ja das war wohl oberflächlich betrachtet das herausragende Merkmal dieses Jahres: es war heiß, so heiß wie noch nie, oder doch wie noch selten. Die Anschaffung einer Klimaanlage für den Sommer  ist nicht mehr Luxus, sondern so notwendig wie die Heizung im Winter.

Aber auch sonst wars eine heißes Jahr. Schon in den ersten Tagen erschütterte der Terrorangriff auf die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ in Paris die zivilisierte Welt, im November dann ebenfalls in Paris die Serie der Terroranschläge in Paris mit 130 Toten. Ganz zu schweigen von den hunderten Opfern anderen Terrors in aller Welt.

Wirtschaftlich hat man sich schon an die Krise, die nun schon Jahre andauert, gewöhnt. Griechenland wurde, nach vielstündigen zähen Verhandlungen, vor dem Bankrott gerettet, einstweilen wenigstens.

Im Frühjahr wird Nepal von einem Erdbeben der Stärke 7,8 heimgesucht. Es fordert fast 9.000 Menschenleben und richtet schwerste Schäden an.

Ab dem Sommer hatten wir eine neue Krise: mehr als eine Million Menschen wollten nach Europa um dort Asyl zu erhalten, was nur von den wenigsten Staaten der EU gefördert wurde. In Deutschland und Österreich war die Einstellung zu den Flüchtlingen zunächst noch durchwegs positiv, was sich aber später änderte.

Ende Mai fand der 60. Eurovision Song Contest in Wien statt, weil unsere liebe Conchita im Jahr davor gewonnen hatte und wir daher im nächsten Jahr die Ehre hatten. Gewonnen hat ein Schwede.

Sensationell war das Abschneiden der österreichischen Fußballnationalmannschaft bei der Ausscheidung für die Europameisterschaft 2016, ungeschlagen mit 8 Punkten Vorsprung Gruppenerster. Die guten Leistungen der Fußballer wurden mit dem zehnten Rang in der Weltliste belohnt.

Dass wir bei den Shiweltmeisterschaften in Amerika die beste Nation mit 9 Medaillen waren ist ja fast selbstverständlich, odrrr?

Der Habicht ist Vogel des Jahres, der Gewöhnliche Teufelsabbiss ist Blume des Jahres und das Rote Ordensband ist Schmetterling des Jahres.

Wort des Jahres in Österreich war „Willkommenskultur“, das Unwort „Besondere bauliche Maßnahmen“ (gemeint war ein Grenzzaun an der Grenze zu Slowenien).

Im Sommer vorigen Jahres haben wir Momo, eine Michlingshündin, aufgenommen. Ein ganz lieber Hund, aber unglaublich lebhaft. Wir haben gehofft, daß sich das mit der Zeit bessert, aber nix. Das war vor allem für unsere Katern ein Problem. Wir mussten die Katern und Momo ständig auseinanderhalten und das war auf Dauer nicht tragbar. Wir haben uns dann schweren Herzens entschlossen einen guten Platz für sie zu finden. Ich habe mich sehr bemüht, habe für sie eine eigen Website gemacht, viele Inserate geschaltet und dann endlich einen sehr guten Platz gefunden. Ich bin sicher es geht ihr gut dort, halt ohne Katern, aber man kann ja nicht alles haben.